Höhlenwanderung der 5./6. Klasse in Villach Warmbad

Die 5. Und 6. Klasse begab sich im Mai auf den Weg nach Villach Warmbad. Mit Helm, Stirnlampe, höhlenfester Kleidung, Handschuhe und Vorfreude im Gepäck, starteten die Schülerinnen und Schüler zu dem vereinbarten Treffpunkt, an dem sie zwei Höhlenforscher und Höhlenexperten trafen.  Peer und Monique waren schon in unzähligen Höhlen in Europa und zeigten den Schülern an diesen Tag eine besondere Höhle. In der Gesteinskunde-Epoche lernten die Kinder unter anderem über die Lebewesen die in der Höhle zu Hause sind, wie die Kalksteinhöhlen entstanden sind und welche Kräfte hier am Werk waren. An diesem Tag konnte dies hautnah miterlebt werden. Die Schüler mussten am Start ihrer Expedition 2 bis 3 Meter durch ein schmales Loch am Boden hindurchkriechen, bis sie in einen Gang kamen, in dem sie sich aufrecht vorwärtsbewegen konnten. Danach ging es durch einen Schlurf bergab, bergauf, durch enge Bereiche und in Sackgassen. So einige Höhlenlebewesen wurden entdeckt.  Nachdem die Kinder gesichert über ein Seil neben einen kleinen Abgrund hinaufkletterten, durften sie gemeinsam in der großen Halle jausnen. Für einen kurzen Moment, erlosch das Licht und es wurde die natürliche ruhige und dunkle Atmosphäre der Höhle erlebt. Auch wenn es teilweise anstrengend war, konnte man an den Augen der Kinder ablesen, dass sie begeistert, fasziniert und staunend die Höhle durchwanderten. Manch einer behauptete „Jetzt bin ich ein Höhlenforscher geworden!“

Internationale Waldorf-Olympiade, die 5./6. Klasse war dabei!

Über 300 Waldorf-Olympioniken aus 15 verschiedenen Waldorfschulen, unter anderem Schulen aus Tschechien, Kroatien und verschiedenen österreichischen Bundesländern, nahmen auch dieses Jahr wieder an der Waldorfolympiade in Schönau an der Triesting teil. 
Wie jedes Jahr trainierten die SchülerInnen der 5. Klasse schon das ganze Schuljahr auf dieses Event hin. In der Geschichtsepoche hörten sie griechische Sagen, schrieben Zusammenfassungen und zeichneten dazu, lernten über geschichtliche Ereignisse und über griechische Philosophen. In den Handarbeits-Stunden nähten und bedruckten sie ihre Chitons, in den Sportstunden wurde der 5-Kampf trainiert. (Ringen, Speerwurf  bzw. Diskuswurf, Hochsprung, Wagenrennen, Staffellauf und ein Marathon) In Geografie ging es unter anderem um das Klima, die Vegetation und die griechischen Sitten und Bräuche. Im Musikunterricht studierten alle das griechische Eröffnungslied ein. In der Deutschepoche wurden Gedichte zu den Griechen gelernt, zum Beispiel auch der Beginn der Odyssee auf Griechisch und das jambische Versmaß.
Bei der Olympiade traten die SchülerInnen, verteilt auf unterschiedliche „Polis“ wie Athen, Delphi, Ithaka, Helos, Mykene, Korinth usw. gegeneinander an. Jeder durfte sein Können zeigen und am Ende waren alle Sieger, weil sie so gut durchgehalten hatten. Deshalb gab es für alle am Ende Medaillen, Urkunden und ein Erinnerungs-T- Shirt. Müde aber zufrieden kehrte die Klasse in ihrem Zusammenhalt gestärkt und um ein gemeinsames Erlebnis reicher nach Hause zurück.

Waldtag und Flurreinigung im Mai

Diesmal ging es in getrennten Wegen in den Wald bzw zur Kneippwiese. Die 1.-4. Klasse säuberte den Weg zu “ihrem” Wald sehr akribisch und verbrachte eine spannende Zeit mit Spiel und Spaß im Wald. 

Die 5.-8. Klasse übernahm die Flurreinigung bis zur Kneippwiese und konnte wieder so einige schwere Müllsäcke abliefern. Anschließend warteten interessante Physikversuche rund ums Wasser, ein Bewegungsparcours und der Bach. Ein erfüllter Schultag.

Physik 7./8. Klasse

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt in der Physikepoche der 7./8. Klasse auf dem Teilbereich Optik.

Die Versuche und angefertigten Modelle reichten von Farbmischkreiseln, über Wasserprismen, in denen verschiedene Versuche zur Lichtbrechung gemacht werden konnten, zu einer Lochkamera, durch die auch die Prinzipien der Fotografie gezeigt werden konnten, die im Kunstunterricht dann aufgegriffen werden können. Auch auf die Funktionsweise des Auges und was eine Brille mit verschiedenen Linsen verändert, wurde in diesem Zusammenhang eingegangen. Es wurden Zeichnerische Modelle eines Periskops und Überwachungsmöglichkeiten durch das gezielte anbringen von Spiegeln überlegt und gezeichnet.

Ausflug der 3. Klasse zur Kartätsche

Im April besuchte die dritte Klasse der Waldorfschule Villach im Zuge der Handwerkerepoche die Kartätsche in Fresach, einer bereits 1838 erstmalig in Betrieb gegangen Kardiermaschine zur Aufbereitung von geschorener und gewaschener Schafwolle zu Wollvlies, was durch Kämmen geschieht. Neugierig lauschten die Kinder den Erzählungen von Günter Walder, der den Weg vom Scheren bis zum Stricken anhand der Gerätschaften beschrieb. Unzählige Fragen wurden an ihn gerichtet und fanden Antwort in seinen kindgerechten Schilderungen. Die rüstige Kartätsche, die in vielen ehrenamtlichen Stunden restauriert wurde, brachte schnurrend die Kinderaugen zum Leuchten. Wie weich und flauschig war das Vlies am Ende der Bearbeitung! Nun hieß es einen Faden daraus zu spinnen und die Kinder durften sich am Spinnrad probieren. Da war Rhythmus und Fingerspitzengefühl gefragt! Zum Ende gab es noch ein Quizz und für alle Kinder ein T-Shirt. Einen großen Dank an dieser Stelle an Opa Gottfried Lessacher für das Sponsoring!

B.A.U.M.- Projekt Teil lll

Es ging für die 4.-8.-Klässler vor allem um das Thema Nachhaltigkeit, Ressourcen schonen und kreative Ideen, diese umzusetzen. Als Vorbild diente die Natur, in unserem Fall der Wald. Er produziert keinen Abfall. Alles wird  umgebaut und wieder verwendet. Er upscyclet zum Beispiel abgeworfene Blätter zu Nähr- und Mineralstoffen, die Tiere für ihr Wachstum brauchen. Er recycelt, tauscht sich mit seiner Umgebung aus, optimiert und nutzt lokale Gegebenheiten.

Mit dieser Erkenntnis machten sich die Kinder daran, Ideen zu finden, wie man Produkte, die sie täglich nutzen, so herstellen könnte, dass sie ebenso nachhaltig sind, wie der Wald.

So wurden Betten erfunden, die keinen Anstrich benötigen und vollständig aus Naturmaterialien wie z.B. Bambus als schnell wachsender Rohstoff bestehen.

Von Laptops dachten sie, kann man viele Komponenten wieder verwenden und auch reparieren. Auch Schuhe und Kleidung könnte aus reinen Naturmaterialien wie Wolle oder Baumwolle bestehen und mit Gewürzen oder Pflanzenfarben gefärbt werden oder mit Wachs wasserabweisend gemacht werden. Verpackungsmaterial könnte essbar sein, usw.

Die Ideen sind vorhanden. Mal sehen, wer das erste Patent für so ein nachhaltiges Produkt anmeldet.

Chemie in der 7./8. Klasse – eine wahre Gaumenfreude

Das Thema der anorganischen Chemie gingen die 7./8.-Klässler sehr kulinarisch an.

Zum Thema Kohlehydrate gab es Pizza, zum Thema Fette wurde Butter und Sahne hergestellt und zum Thema Eiweiß gab es Spiegelei.

Des weiteren fanden auch die nichtnewtonsche Flüssigkeit Oobleck und die Herstellung einer Handcreme zum Thema Emulsionen Anklang bei den Schüler*innen